Martika – Martika’s Kitchen (1991)

1. Martika’s Kitchen
2. Spirit
3. Love…Thy Will Be Done
4. A Magical Place
5. Coloured Kisses
6. Safe In The Arms Of Love
7. Pride & Prejudice
8. Take Me To Forever
9. Temptation
10. Don’t Say U Love Me
11. Broken Heart
12. Mi Tierra

Ihr stilistisches Spielfeld steckte sie schon mit ihrem Debüt ab: 1989 landete sie mit dem eingängigen Pop-Song Toy Soldiers einen Hit, die nächste Single I Feel The Earth Move bewies ihr Gespür für kraftvollen Rock. Für einen Teil der neuen CD gab sie sich in die Hände von Songwriter und Produzent Prince – und pendelt nun hörenswert zwischen Latinrock, melancholischem Pop, Funk und Soul. Das klingt zwar nicht immer originell, aber meist gilt: quirlige Rhythmen, liebevolle Arrangements und Soulfeeling zu rechten Zeit.

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Marc Cohn – Marc Cohn (1991)

1. Walking In Memphis
2. Ghost Train
3. Silver Thunderbird
4. Dig Down Deep
5. Walk On Water
6. Miles Away
7. Saving The Best For Last
8. Strangers In A Car
9. 29 Ways
10. Perfect Love
11. True Companion

Marc Cohns 1991er Debütalbum greift mit seinem urwüchsigen, akustischen Neo-Folk auf die anspruchsvolleren Rock- und Popklänge von Sängern und Songschreibern zurück, die vor 20 Jahren populär waren. Sein geschmeidiger, samtener Bariton und elegante, mit Klavier unterlegte Arrangements bilden den Rahmen für ausgezeichnet konzipierte Songs. Die Stücke sind voll von Popklängen und mindestens so komplex oder clever arrangiert, wie das überragende Lied des Albums “Walking In Memphis”. Es ist ein Memorandum an große Musikgeschichte, gespickt mit Anspielungen auf Elvis, Al Green, Beale Street und Graceland, beschwingt durch ein dahin plätscherndes Klaviermotiv und fließende Gospelgesänge. Songs, die dem Album Tiefe, aber auch ein kommerzielles Standbein verleihen, sind das mitreißende und durch die Anspielung auf den Vater persönlich wirkende “Thunderbird”, das meditative “Ghost Train”, “Dig Down Deep”, eine sexy Neufassung von Willie Dicksons “29 Ways” (das wiederum mit großer Wahrscheinlichkeit auch der Ursprung von Paul Simons gegensätzlichem “50 Ways to Leave Your Lover” war) und schließlich der leidenschaftliche Lovesong “True Companion”.
Es gibt wohl kaum jemanden, der “Walking In Memphis” nicht kennt, obwohl erstaunlich wenige tatsächlich den Künstler kennen, der dahintersteckt. Dabei sollte der Songwriter Marc Cohn nun wirklich nicht auf diesen einen Song reduziert werden. Auf seinem Debüt “Marc Cohn” finden sich nämlich grandiose Melodien mit nicht weniger überzeugenden Texten. Arrangements, die dem Hörer geradezu Schauer über den Rücken jagen (“Walk On Water”, “Saving The Best For Last”) sind ebenso vertreten, wie rhythmischere Songs (“Ghost Train”, “Miles Away”). Aber warum einzelne Songs aufzählen, wenn einfach alle toll sind? Marc Cohn gelingt eine Mischung abwechslungsreicher, fantastischer Melodien, die selbst nach knapp 20 Jahren nichts an Überzeugungskraft verloren hat.

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Johnny Clegg & Savuka – In My African Dream (The Best Of) [1994]

1. Scatterlings Of Africa
2. Great Heart
3. Asimbonanga (Mandela)
4. Ibhola Lethu (Our Football Team)
5. Dela
6. Siyayilanda
7. One (Hu) Man One Vote
8. The Crossing (Osiyeza)
9. Take My Heart Away
10. Cruel Crazy Beautiful World
11. I Call Your Name
12. Third World Child
13. Tough Enough
14. These Days
15. In My African Dream
16. Africa (What Made You So Strong)

Jonny Clegg hat ja schon mit vielen Musikern zusamnmengespielt. Hier hat er mit Savuka, eine sehr afrikanisch anmutende Scheibe eingespielt. Und was fällt einem bei afrikanischer Musik ein? Trommeln und Rhythmus! Genau das wären die Worte, die diese CD wirklich gut beschreiben könnten. Dabei klingt die Musik aber niemals wie direkt aus dem Busch, wo sich ein paar Wilde tanzend um ein Feuer bewegen, alle schrill angemalt … Nein, diese CD hat eigentlich sogar POP-Charakter, doch dazu immer diese afrikanischen Gesänge und die besonderen Instrumente. Man kann einfach nicht ruhig auf seinem Stuhl sitzen bleiben, sondern muß sich einfach dem Rhythmus hingeben und mindestens mit dem Oberkörper mitwippen.
Mit vier Worten: Musik, die Spaß macht!

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Eric Clapton – Clapton Chronicles (The Best Of) [1999]

1. Blue Eyes Blue
2. Change The World
3. My Father’s Eyes
4. Tears In Heaven
5. Layla
6. Pretending
7. Bad Love
8. Before You Accuse Me (Take A Look At Yourself)
9. It’s In The Way That You Use It
10. Forever Man
11. Running On Faith
12. She’s Waiting
13. River Of Tears
14. Get Lost
15. Wonderful Tonight (Live Edit)

Die Songs auf dieser Zusammenstellung (Chronicles) sind deutlich Pop-Lastiger und weit weniger bluesig als die frühen Nummern. Das mag der ein oder andere Fan der ersten Stunde bedauern, aber festzuhalten bleibt, dass Eric Clapton nach wie vor sehr gute Musik macht.
“My father’s eyes”, “Change the world” oder “River of tears” sind einfach wunderschöne Songs, “Tears in heaven” oder die Unplugged-Version von “Layla” sind bereits heute Klassiker und mit “Before you accuse me” ist noch ein richtig klassischer Blues-Song zu finden.

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Don Henley – The End Of The Innocence (1989)

1. “The End of the Innocence” feat. Bruce Hornsby
2. “How Bad Do You Want It?”
3. “I Will Not Go Quietly” featuring Axl Rose
4. “The Last Worthless Evening”
5. “New York Minute”
6. “Shangri-La”
7. “Little Tin God”
8. “Gimme What You Got”
9. “If Dirt Were Dollars”
10. “The Heart of the Matter”

Schon die Liste der Chorsängerinnen zergeht auf der Zunge: die junge Rockröhre Patty Smyth, Melissa Etheridge, Edie Brickell. Sie umschmeicheln Don Henleys wunderbar kratzige Stimme, mit der er schon in den 70er Jahren den Eagles Hit um Hit ersang. Und dazu bündelt Henley seine exzellente Begleitband aus der L.A.-Szene in voluminös arrangierten und hitverdächtigen Rocksongs.
Don Henley (Sänger der Eagles) hat 1989 ein ganz tolles Soloalbum hinbekommen. Die Balladen sind absolut von Herzen geschrieben und gesungen, die musikalische Umsetzung ebenfalls toll (Stilrichtung Roch/Pop/Soul). Die besten Titel: The Last Worthless Evening, The Heart Of The Matter, The End of the Innocence, New York Minute (erfolgreichste Single).

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Don Henley – Building The Perfect Beast (1984)

1. The Boys Of Summer
2. You Can’t Make Love
3. Man With A Mission
4. You’re Not Drinking Enough
5. Not Enough Love InThe World
6. Building The Perfect Beast
7. All She Wants To Do Is Dance
8. A Month Of Sundays
9. Sunset Grill
10. Drivin’ With Your Eyes Closed
11. Land Of The Living

Es gibt jede Menge von Superalben, die in jede gute CD-Sammlung gehören. Teils weil auf ihnen jede Menge “Gassenhauer” zu finden sind, teils weil sie richtungsweisend für eine Musikgeneration waren, oder aber weil sie einfach handwerklich gut gemacht und solide produziert wurden. Letzteres trifft uneingeschränkt auf “Buildung the perfect beast” zu. Mit der kleinen aber entscheidenden Ausnahme, dass zusätzlich noch eine wahre Song-Perle über allem thront, die ihresgleichen sucht. “The Boys of summer” ist und bleibt Don Henleys Geniestreich, mit dem er sich in die Top 10 der schönsten Rocksongs aller Zeiten eingemeißelt hat. Der Text ist einfach grandios und zusammen mit Don Henleys Stimme und dem Sound verschafft es mir heute noch eine Gänsehaut. “The Boys of summer” ist einfach die Hymne der 80er Jahre. Ich denke jeder heute Mit-dreißiger kann diesen Song mit einem Erlebnis aus seiner Teenie-Zeit in Verbindung bringen. …und wenn Don singt “I can tell you my love for you will still be strong, after the boys of summer have gone.”, dann wird jeder, der damals unglücklich verliebt war ebenfalls, vielleicht etwas melancholisch lächelnd, an vergangene Zeiten zurückdenken. Auch die anderen Songs sind solide gemacht und man kann sie sich gut anhören. Mein absolutes Muss für jeden Plattenschrank !!

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Del Amitri – Twisted (1995)

1. Food For Songs
2. Start With Me
3. Here And Now
4. One Thing Left To Do
5. Tell Her This
6. Being Somebody Else
7. Roll To Me
8. Crashing Down
9. It Might As Well Be You
10. Never Enough
11. It’s Never Too Late To Be Alone
12. Driving With The Brakes On

Dem vierten Album des schottischen Quartetts Del Amitri fehlt etwas die spontane Zugänglichkeit von Vorgängern wie “Waking Hours” und “Change Everything”. Doch wiederholtes Hören offenbart die bekannten Qualitäten. Sänger Justin Currie und Gitarrist Iain Harvie schrieben erneut eine Handwoll zeitlos attraktiver Rock & Pop-Songs, die Del Amitri aber mit mehr Druck als gewohnt inszenieren. “Start With Me”, “Roll To Me” und “Never Enough” sind die Uptempo-Highlights, noch überzeugender wirkt speziell Currie bei Balladen wie dem superben “Driving With The Brakes On”.
Es stimmt schon: Die Platte wird immer besser je öfter man sie hört. Aber schon der erste Eindruck ist, finde ich, überwältigend. So präzise sind die einzelnen Riffs, und dennoch verspielt, und mit den Gesangsparts etc. auf einander abgestimmt, so phantasievoll das Songwriting, so abwechslungsreich die Themen und Arrangements… Ich gerate ins Schwärmen, und das ist nicht gut, wenn man jemanden von etwas überzeugen will, man weckt Misstrauen ;-) Aber ernsthaft: Ich habe selten eine vielseitigere Platte (auch von Del Amitri) gehört, die ihre Stärken sowohl bei den schnellen, als auch den langsamen melancholischen Stücken hat (vielleicht da noch ein kleines bisschen mehr). Wie alle Musik natürlich Geschmackssache, meine Stimme bekommt dieses tolle Album auf alle Fälle!

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Del Amitri – Change Everything (1992)

1. “Be My Downfall”
2. “Just Like A Man”
3. “When You Were Young”
4. “Surface Of The Moon”
5. “I Won’t Take The Blame”
6. “The First Rule Of Love”
7. “The Ones That You Love Lead You Nowhere”
8. “Always The Last To Know”
9. “To Last A Lifetime”
10. “As Soon As The Tide Comes In”
11. “Behind The Fool”
12. “Sometimes I Just Have To Say Your Name”

Waking Hours war eines der besten Rockalben 1989, und mit Change Everything — obschon der Titel das Gegenteil suggeriert — hat sich daran nichts geändert. Sänger und Songwriter Justin Currie, ein Star, der noch entdeckt werden will, und seine Glasgower Kumpels pumpen ihre eingängigen und doch subtilen Rocknummern, (die sowohl musikalisch als auch emotional sofort einschlagen), nur so heraus. “Always The Last To Know” und “Just Like A Man” sind echte Highlights, diese CD aber hat zwölf davon.
Mit Change Everything ist ein Album gelungen, auf dem jeder Song stark und eindringlich ist. Starke Texte, wunderbare Melodien – eingängig, aber komplex -, getragen von der unverwechselbaren Stimme von Justin Currie, die klar und facettenreich ist, die berührt und unter die Haut geht. Große Gefühle, aber sehr unkitschig, voller Melancholie und doch ungebrochener Sehnsucht: Irgendwann wird alles wieder gut, nicht bald, aber irgendwann… Ihre Glasgower Wurzeln können sie eben nicht verleugnen. Schotten sind so. Ein stolzes Volk, das sich sehenden Auges dem Untergang entgegenstellt. Stolz hat eine jahrhundertelange Tradition dort.
Wer Chasing Cars von Snow Patrol liebt, wird auch Del Amitri mögen. Und denkt immer daran: Sie waren zuerst da. Wenn auch zu früh.

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Del Amitri – Waking Hours (1989)

1. “Kiss This Thing Goodbye”
2. “Opposite View”
3. “Move Away Jimmy Blue”
4. “Stone Cold Sober”
5. “You’re Gone”
6. “When I Want You”
7. “This Side Of The Morning”
8. “Empty”
9. “Hatful Of Rain”
10. “Nothing Ever Happens”

Die “Waking Hours”, die Del Amitri mit Musik füllen, ziehen sich lange hin: Es dauert eine Weile, bis der Hörer begreift, mit welch exzellenter Mixtur aus scharfen Gitarrenriffs und fein gewobenen Folkrock-Mustern er hier Bekanntschaft macht. Doch dann hält die Liebe um so länger. Mit ihrem Gitarrensound der Extraklasse sind die vier Schotten aus Glasgow ein properes Aushängeschild für die europäische Kulturhauptstadt 1990 – auf LP wie auf CD gleich repräsentativ.
Das Debütalbum der Schotten bietet abwechslungsreiche 10 Tracks. Den einzigen Kritikpunkt vorneweg: Nicht jeder Song müsste die 4 oder 5 Minuten lang sein, auch störend die Fade Outs über mehr als zwanzig Sekunden. Die Musik aber ist unbestritten klasse: Von einer der schönsten Balladen überhaupt (“Nothing ever happens”) über die Gleichgültigkeit der Menschen (Auszug aus den Lyrics: “The Martians could land in the carpark and no one would care”) bis zum sanft beginnenden “Stone cold sober”, das bis zum Schluss mächtig an Tempo beginnt. Gleichzeitig war es die erste Single-Auskopplung, wegen der ich mir das Album auch gekauft habe (Und alle anderen danach auch). In “Hatful of rain” und “This side of the morning” kommen Akkordeons zum Einsatz, wie sie sich harmonischer nicht spielen lassen. Kurz: Ein rundum gelungenes Album mit Lyrics zum Hinhören.

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Dakota – Little Victories (2000)

1. Don’t Count Me Out
2. Hearts On Fire
3. Brother To Brother
4. I.O.U.
5. Deep
6. Prelude
7. Little Victories
8. Let Go
9. Go Easy
10. Rescue Me
11. Wish
12. Next In Line
13. Friday On My Mind
14. Workin’ Hard

Perfekter AOR/Westcoast-Pop/Rock im Stil von Chicago und Toto, vor allem Workin’ Hard ist ein Hammersong. Anhören!

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